Ihr Paket kommt an ...

Wenn Sie Ihr Paket in Empfang genommen haben, sollten Sie es sogleich auspacken, denn die Pflanzen möchten natürlich sobald wie möglich wieder an Licht und Luft. Bitte achten Sie beim Auspacken darauf, vorsichtig zu sein, und prüfen Sie den Inhalt des Pakets auf seine Vollständigkeit. Danach stellen Sie die Pflanzen am besten eine Nacht auf Balkon oder Terrasse an einen halbschattigen, windgeschützten Ort und halten sie leicht feucht. So können sie sich vom Transport erholen.

Nach dem Auspacken kann es vorkommen, dass Sie an den Pflanzen kleinere Schäden feststellen, die sich nicht immer vermeiden lassen. Abgeknickte Triebe, etwas geknautschte oder welke Blätter, lose Erde im Paket und kaputte Töpfe versuchen wir mit umsichtigem und sorgfältigem Verpacken in Zeitungspapier, das den Vorteil hat, einen gewissen Grad der Feuchte aufzunehmen und dadurch den Pflanzen ein günstigeres Klima im Paket zu bescheren, weitestgehend zu verhindern. Ist es doch passiert, so sieht das zwar nicht schön aus, ist aber für Ihre Pflanzen dennoch nicht problematisch. Schneiden Sie in diesem Falle die beschädigten Triebe und Blätter zurück. Da es sich um Stauden handelt, werden diese wieder aus dem Wurzelballen neu austreiben und auch viele neue Blätter bekommen. Ein Rückschnitt ist bei Stauden zu jedem Stadium der saisonalen Entwicklung verträglich und meist für Wüchsigkeit und Blütenbildung förderlich, so dass Sie dabei ein gutes Gewissen haben können. Die Qualität von Staudenpflanzen lässt sich übrigens am besten am gesunden Zustand der Wurzeln erkennen; für eine Staude der Garant, dass sie gut anwachsen und bald kräftig austreiben wird. Makelloses oberirdisches Grün kann sogar je nach Jahreszeit ein Zeichen für eine der Robustheit der Stauden abträgliche Gewächshausanzucht sein, die auf schnelle Produktion abzielt.

Da Staudenpflanzen einem Jahresrhythmus unterworfen sind, erreichen Sie Ihre Pflanzen nicht immer in einem üppig grünen Zustand, sondern im Winter/Frühjahr evtl. im noch andauernden Winterschlaf, bei dem die meisten Stauden in Ihrem Wurzelballen bzw. Rhizomen oder Knollen überdauern, oder im Herbst bereits wieder in Vorbereitung auf diesen Zustand. Dann erhalten Sie als Kunde z.B. einen scheinbar nur erdgefüllten Topf, oder eine Pflanze mit oberirdisch abgestorbenen Trieben oder erst bei genauerem Hinschauen kleinen Trieben in `Wartestellung´. Lassen Sie sich davon nicht erschrecken, denn Sie können gewiss sein, dass wir Ihre Pflanze auf ihren gesunden Zustand hin überprüft haben. Sollten Sie trotzdem einmal große Zweifel haben, melden Sie sich bei uns.

Wenn Ihre Pflanzen sich nach etwa einem Tag ausreichend vom Versand erholt haben, so ist es das Beste, wenn Sie sie nun am geeigneten Standort einpflanzen. Dabei sollte die Oberkante des Wurzelballens bündig mit der Erdoberfläche sein, also auch keine unteren Teile des Austriebs `verbuddelt´ werden, aber dennoch das Wurzelwerk vollständig im Erdreich eingebracht sein. Nach dem Einpflanzen noch gut angießen und auch - besonders an warmen Tagen - immer ausreichend mit Wasser versorgen. Sind die Pflanzen bald eingewurzelt und angewachsen, ist diese Achtsamkeit in dem Umfang nicht mehr nötig. Bei Pflanzung von Stauden im späten Jahr sollte man diese dagegen nicht zu nass halten, denn Winterkälte in Verbindung mit Winternässe kann zu Fäulnis führen, und die Pflanze hat in Ermangelung ihres Blattwerks und der daher stark eingeschränkten Transpiration auch gar keine Verwendung mehr für so viel Wasser.

Tipps zur weiteren Pflege Ihrer Stauden:
Schon in der  Wachstumsphase, noch bevor es zur Blüte kommt, kann ein teilweises oder gänzliches Einkürzen der Triebe die Standkraft und Üppigkeit der Pflanze verbessern. In den meisten Fällen verzweigen sich zurückgeschnittene Triebe noch einmal, so dass der Wuchs buschiger wird. Nachdem die erste Blüte noch nicht ganz vorbei ist, schneidet man die Blütenstände noch einmal zurück, und erhält so häufig nochmal eine Verlängerung der Blütezeit, denn für die Pflanzen ist das eigentliche Ziel ihrer Blüte, die Samenbildung, somit noch nicht erreicht, und sie machen einen weiteren Versuch, indem sie neue Blüten treiben. Sie können auch regelmäßig einzelne verblühte Blütenstände herausschneiden. Bevor der Winter kommt, schneiden Sie ebenso noch einmal Ihre Stauden zurück. Dies tun Sie am besten, noch bevor die Samenbildung einsetzt, denn diese ist kraftraubend für die Pflanzen und verringert ihre Reserven, um gut durch den Winter zu kommen (ausgenommen sind Stauden, deren Samenstände üblicherweise als attraktive Struktur für den winterlichen Garten stehengelassen werden, oder in Fällen, wo Sie eine Versamung der Staude wünschen). Bei einigen wenigen Stauden, wie z.B. dem Pampasgras (Cortaderia selloana) ist Rückschnitt vor dem Winter kontraproduktiv, denn dann läuft Wasser in die Hohlräume der Stengel bis unten in die Pflanze hinein, wo es zusammen mit dem Frost einen tiefgehenden Schaden verursacht. Hier bindet man besser die Pflanze zusammen und gibt Winterschutz mit geeignetem Vlies zum Umpacken oder Abdecken mit Tannengrün. Solche Maßnahmen zum Winterschutz der vorher zurückgeschnittenen Stauden sind auch dann sinnvoll, wenn Pflanzen eher empfindlich auf die Winterkälte/-nässe reagieren oder wenn Pflanzen erst kurz vor dem Winter gepflanzt wurden und nicht mehr viel Zeit hatten, einzuwurzeln.